Fahrradcomputer – die wichtigsten Daten während der Fahrt

Es gibt wohl kaum eine Sportart bzw. ein Sportgerät, bei dem die Leidenschaft und die Zweckmäßigkeit so gut Hand in Hand gehen, wie beim Radfahren. Während 10 Kilometer locker in rund 30 Minuten zurückgelegt werden können werden durchschnittlich 200 kcal verbraucht. Doch zugleich wird auch der Atemmuskulatur und dem Kreislauf Gutes getan, denn diese werden gestärkt bzw. in Schwung gebracht. Damit die zurückgelegte Strecke im Auge behalten werden kann, gibt es die Fahrradcomputer. Doch die Geräte der neuen Generation zeigen nicht nur die gefahrene Strecke an sowie die aktuelle Geschwindigkeit, sondern sie bieten auch Informationen über die Höhenmeter, die zurückgelegt wurden und es wird die Kraftstoffersparnis gegenüber der Fahrt mit dem Auto errechnet.

Fahrradcomputer: Allgemeine Informationen

Ein Fahrradcomputer zählt zu den Luxusausstattungen am Bike, doch die technikaffinen Radler, sei es der Gelegenheitsradler oder der Sportradler, finden viel Gefallen an den Langzeitstatistiken. Schon längst haben die Fahrradcomputer das staubige Image der einst mechanisch arbeitenden Kilometerzähler und Wirbelstromtachometer abgelegt.

Bei den Geräten, die heute im Handel angeboten werden, gehören zu den Standard-Funktionen:

  • Aktuelle Geschwindigkeit
  • Tages- und Gesamtkilometerzähler
  • Fahr- und Uhrzeit
  • Durchschnitts- und Maximalgeschwindigkeit.

Macht ein Fahrradcomputer Sinn?

Für viele Radfahrer macht es Sinn ist übt einen ganz besonderen Reiz aus, die eigenen Leistungen zu sehen, diese mit der vorherigen Performance zu vergleichen und alle Entwicklungen einzusehen. Denn jeder Biker, der das Fahrradfahren nicht nur als ein Hobby ansieht, sondern es etwas „professioneller“ betreibt, der kommt an einer Analyse seiner Leistungen im eigentlichen Sinne nicht vorbei und damit nicht an einem Fahrradcomputer. Denn dieser liefert alle Daten, je nachdem, was man möchte: von der Trittfrequenz, über den Kalorienverbrauch bis hin zu den Zurückgelegten Höhenmetern.

Die Fahrradcomputer der heutigen Zeit erscheinen in einem ganz neuen Glanz und aufgrund ihrer vielfältigen Funktionen sind sie für jeden Fahrradfahrer interessant.

Die unterschiedlichen Arten der Fahrradcomputer

Eines muss vorab erwähnt werden: Es gibt nicht DEN EINEN perfekten Fahrradcomputer. Sondern die Hersteller haben eine Vielzahl von Modellen im Portfolio, von denen sich das oder doch das andere besser für einen eignen kann.

Der Fahrradcomputer mit Kabelverbindung

Dabei handelt es sich um den Klassiker unter den Fahrradcomputern. Seit jeher arbeiten alle Tachometer, die über ein Kabel mit dem Sensor verbunden sind, sehr zuverlässig. Von dem Sensor wird die Raddrehzahl in der Relation zur Zeit ermittelt, worauf hin dann die Geschwindigkeit anhand des Abrollumfangs errechnet wird. Wer nun der Ansicht sind, dass diese Fahrradcomputer nicht abnehmbar sind, der liegt falsch: Denn zur Diebstahlsprävention sind auch diese Fahrradcomputer abnehmbar. Das einzige was am Fahrrad verbleibt, ist die Halterung am Lenker, die mit dem Sensor verbunden ist und diese kann auf die Schnelle nicht so schnell abmontiert werden.

Diese Fahrradcomputer eignen sich für alle Biker, die nur hin und wieder mit dem Bike auf Tour gehen. Hier einmal die Vor- und Nachteile dieser verhältnismäßig günstigen Fahrradcomputer auf einen Blick:

                     Vorteile                              Nachteile
Recht zuverlässige Messergebnisse Störendes & anfälliges Kabel
Günstig Montage ist nur am Vorderrad möglich
Geringer Stromverbrauch

Stabile Datenübertragung

Es kann zu einer Überbeanspruchung des Kabels im Laufe der Zeit kommen

Der Fahrradcomputer mit Funkübertragung

Dieser Radcomputer ist sehr schnell am Fahrrad installiert. Hier entfällt das lästige verlegen des Kabels und damit eignet sich dieses Gerät für alle, die ihren Fahrradcomputer lieber kabellos anschließen. Angeboten werden diese Fahrradcomputer sowohl mit analoger als auch mit digitaler Übertragungstechnik. Empfehlenswert ist jedoch die digitale Technik, denn diese bietet Vorteile in Hinblick auf die Reichweite und Zuverlässigkeit. Die analogen hingegen sind anfälliger für Störungen, besonders in Reichweite von Mobilfunk- und Hochspannungsmasten – aber auch von Handys und elektrischer Fahrradbeleuchtung. Für die Fahrradcomputer mit Funk werden zwei Batterien benötigt, eine für den Sender und eine für den Empfänger. Hier die Vor- und Nachteile dieser Art von Fahrradcomputern auf einen Blick:

                         Vorteile                            Nachteile
Schnell montiert

Optik ist eher schlicht

Montage ist auch am Hinterrad möglich

Optional: eine Kupplung für weitere Sender für Pulsmessung oder ähnliches

Zum Teil eine wackelige Datenübertragung

Hoher Stromverbrauch

Die Datenübertragung kann durch äußere Einflüsse (Strommasten etc.) gestört werden – verfälschte Messergebnisse können die Folge sein

Der GPS Fahrradcomputer

Dabei handelt es sich um den komplexesten aller Fahrradcomputer. Auch dieser kann kabellos am Fahrrad montiert werden. Auf dem Display werden Höhenmeter und Radrouten auf dem Display angezeigt, aber dennoch ist dieser Bikecomputer nicht ganz so komplex wie ein vollständiges Fahrrad Navigationsgerät, denn der GPS Computer kommt ohne Geschwindigkeitssensoren aus. Vor allem für Abenteurer und Entdecker sind diese Fahrradcomputer geeignet, vor allem dann, wenn einmal unbekanntes Terrain erkundet werden soll.

Seit einigen Jahren ist die sogenannte „ANT+ Signaltechnik“ auf dem Markt. Mit dieser können hohe Übertragungsgeschwindigkeiten erreicht und diese Fahrradcomputer arbeiten absolut störungsfrei. Somit arbeitet der Fahrradcomputer auch über große Reichweiten und ist dabei auch energiesparend. Dieser Fahrradcomputer ist ein echtes Hightech-Gerät für alle Bike-Begeisterten. Zwar muss man für diesen Computer etwas tiefer in die Tasche greifen, aber dafuer wird der Biker auch mit vielen Extras belohnt, im gegensatz zu den restlichen Fahrradcomputern. Hier einmal die Vor- und Nachteile des GPS Fahrradcomputers:

                   Vorteile                            Nachteile
Super einfache Montage

Die Radgröße muss nicht eingestellt werden

Daten werden aufgezeichnet, was eine anschließende Analyse möglich macht

Es können ganze Routen auf dem Display angezeigt werden

Viele Extras, bspw. Höhenmessung etc.

Ein hoher Preis

Geringe Akkulaufzeit

Die Streckenmessung ist eher ungenau ebenso wie die Geschwindigkeit ohne extra Sensor

Bekannte Hersteller und Marken

         VDO         Sigma       Garmin         Polar       Pro     Ciclosport         Lezyne                                 RedCycling Products     RFR     Knog     Cateye     Cube     Bryton                        Topeak     NC-17       Wahoo Fitness         Quaro       Schwalbe       Profex         Klickfix Delta       Jango       Norco       Sea to Summit       Tatonka

Fahrradcomputer: Sie sind mehr als nur ein Fahrradzubehör

Denn die Fahrradcomputer mit Bluetooth ermöglichen es, die Daten per Smartphone oder Tablet auszulesen. So gibt es beispielsweise heute schon Fahrradcomputer, die mit einem Brustgurt via Bluetooth verbunden werden können, um die Herzfrequenz zu messen. Bei den GPS Computern gibt es zudem die Möglichkeit, sich mit entsprechenden Smartphone Apps ein ganz besonderes Erlebnis auf das Handy zu holen. Diese Apps haben den Vorteil, dass sie besonders ausgereifte Möglichkeiten der Navigation bieten.

Damit handelt es sich bei einem Fahrradcomputer mehr, als nur ein cooles Fahrradzubehör. Denn besonders im Rennbereich oder wenn längere Touren unternommen werden, ist ein solches Gerät fast unersetzlich. Denn der Fahrradcomputer bietet Orientierung, erfasst die Leistung und gibt auch wichtige Hinweise zur Route. Im Anschluss an die Tour kann diese ganz gemütlich am heimischen PC oder Tablet analysiert werden – Danke Bluetooth.